Warum sind LED-Leuchten für Wohnräume sinnvoll?

Warum sind LED-Leuchten für Wohnräume sinnvoll?

Inhaltsangabe

Steigende Energiekosten und der Wunsch nach nachhaltigem Wohnen machen die Frage relevant: Warum sind LED-Leuchten für Wohnräume sinnvoll? Viele Haushalte in Deutschland suchen nach Lösungen, die sowohl den Geldbeutel als auch das Klima schonen.

LED Beleuchtung Zuhause bietet klare Vorteile. Energieeffiziente Leuchten verbrauchen bis zu 80% weniger Strom als klassische Glühlampen, wie EU-Studien und Verbraucherberichte zeigen. Die LED Langlebigkeit mit typischen Lebensdauern von 25.000 bis 50.000 Betriebsstunden reduziert Austausch und Wartung.

Die zentralen Thesen dieses Artikels sind einfach: LED Vorteile Wohnraum liegen in geringerem Energieverbrauch, langer Lebensdauer und vielseitigem Design. Leser sollen verstehen, wie die Technik funktioniert, welche Vorteile im Alltag entstehen und worauf sie beim Kauf achten sollten.

Im weiteren Verlauf folgt ein Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung, Hinweise zu Design und Einsatz im Wohnraum, technische Kaufkriterien, gesundheitliche Aspekte sowie konkrete Kaufempfehlungen für deutsche Haushalte.

Warum sind LED-Leuchten für Wohnräume sinnvoll?

LED-Leuchten bieten spürbare Vorteile für den Alltag. Sie sparen Energie, erzeugen wenig Abwärme und sind in vielen Formen erhältlich, die zu modernen Einrichtungsstilen passen.

Energieeinsparung im Alltag

Leuchtdioden wandeln einen höheren Anteil der zugeführten Energie in Licht um. Beim Austausch einer 60-Watt-Glühlampe gegen eine 8–10 W LED ergibt sich typischerweise eine Einsparung von rund 80–85% beim Verbrauch.

Für einen durchschnittlichen Haushalt summieren sich diese Einsparungen auf mehrere hundert kWh pro Jahr. Solche Werte zeigen klar, wie Energieeinsparung LED im Alltag wirkt.

Umweltvorteile durch geringeren Stromverbrauch

Weniger Stromverbrauch reduziert direkte Emissionen aus der Stromerzeugung. Bei Nutzung des deutschen Strommixes ergibt sich eine messbare CO2-Reduktion Beleuchtung, die zur Erreichung nationaler Klimaziele beiträgt.

Ein flächendeckender Umstieg senkt zudem die Belastung der Netzinfrastruktur bei Spitzenlasten. Dies macht den Haushalt resilienter gegenüber steigenden Energiepreisen und Einspeiseengpässen.

Kosteneffizienz über die Lebensdauer

LEDs kosten beim Kauf mehr als einfache Glühlampen. Die niedrigeren Betriebskosten LED führen jedoch zu kurzen Amortisationszeiten, speziell bei häufig genutzten Leuchten.

  • Weniger Austausch: LEDs halten oft 15.000–50.000 Stunden, was Ersatz- und Entsorgungskosten verringert.
  • Direkte Einsparungen: Reduzierter Stromverbrauch bedeutet niedrigere Stromrechnungen.
  • Lebenszykluskosten sinken, wenn Anschaffung und Betrieb über die gesamte Lebensdauer betrachtet werden.

Konkrete Rechenbeispiele zeigen, dass sich die Investition meist innerhalb von 1–3 Jahren rentiert. Wer die Lebenszykluskosten im Blick behält, erkennt den wirtschaftlichen Nutzen schnell.

Vergleich: LED-Leuchten versus herkömmliche Beleuchtung

Beim Austausch von Lampen stehen Fragen zu Effizienz, Austauschrhythmus und Lichtqualität im Mittelpunkt. Ein direkter Vergleich hilft, typische Vorteile und Grenzen abzuwägen. Im Alltag zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen LED und älteren Technologien.

Unterschiede bei Energieverbrauch und Lichtausbeute

Die Lichtausbeute Lumen/Watt ist das wichtigste Maß für Effizienz. Typische Werte liegen bei Glühlampen um 10–15 lm/W, Halogenlampen erreichen etwa 15–25 lm/W. Moderne LED erreichen oft 80–150 lm/W. Wer Lampen nach Lumen statt Watt auswählt, spart Stromkosten und plant die Beleuchtung gezielter.

Wartungsaufwand und Austauschhäufigkeit

Die Lebensdauer unterscheidet sich stark. Glühlampen halten rund 1.000 Stunden, Halogen etwa 2.000 Stunden, CFL-Leuchtmittel 8.000–10.000 Stunden. LEDs schaffen in der Regel 25.000–50.000 Stunden. Ein Blick auf den Lebensdauer LED Vergleich zeigt, dass seltenerer Austausch Zeit und Materialkosten reduziert.

Bei Entsorgung ist Vorsicht geboten: Energiesparlampen enthalten Quecksilber und müssen fachgerecht zurückgegeben werden. LEDs brauchen keine Sonderbehandlung wegen Quecksilber, tragen aber elektronische Bauteile, die recycelt werden sollten.

Unterschiedliche Lichtqualitäten und Farbwiedergabe

Der Farbwiedergabeindex CRI ist wichtig für die Farbtreue. Gute LEDs erreichen CRI ≥ 80–90. Glühlampen liegen nahe am Tageslicht und bieten sehr hohe Farbwiedergabe. CRI Unterschiede wirken sich in Küche, Arbeitsbereich und Wohnzimmer unterschiedlich aus, besonders bei Textilien, Lebensmitteln und Kunst.

In speziellen Fällen bleiben Halogenlampen oder bestimmte Leuchtstoffröhren sinnvoll, etwa bei anspruchsvoller Dimmung oder Spezialeffekten. Insgesamt sprechen Energieeffizienz und lange Lebensdauer für LEDs in den meisten Wohnanwendungen.

Design und Einsatzmöglichkeiten im Wohnraum

Gutes Licht verbindet Funktion und Stil. LED Wohnraumdesign schafft Atmosphäre, hebt Möbel hervor und passt sich Tagesablauf und Stimmung an. Kleine Eingriffe in die Beleuchtung verändern das Raumgefühl stark.

Stimmungslicht und Wohnambiente

Mit Stimmungslicht LED lassen sich Bereiche im Wohnzimmer zonieren. Akzentbeleuchtung betont Bilder oder Regale. Indirektes Licht hinter Sofas oder unter Regalböden sorgt für warmes, einladendes Flair.

Dimmbarere LEDs und RGB/RGBW-Leuchten bieten variable Szenen für Filmabende, Lesen und Gästeempfang. Warme Töne fördern Gemütlichkeit, kühlere Töne unterstützen Konzentration.

Einbau- und Einrichtungsvarianten

Typische Leuchten für deutsche Haushalte umfassen Einbauleuchten, Pendelleuchten über dem Esstisch, Steh- und Tischlampen sowie Regal- und Schrankbeleuchtung. Jede Variante erfüllt unterschiedliche Aufgaben.

  • Einbauleuchten (Downlights) für dezente Grundbeleuchtung.
  • Pendelleuchten für gezielte Beleuchtung von Ess- oder Arbeitstischen.
  • Steh- und Tischlampen als flexible Lichtquellen neben Sofa und Sessel.
  • LED Deckenlampen als zentrale Lösung für gleichmäßige Ausleuchtung.

Beim Einbau sind Maße und Schutzklassen zu beachten. In Küche und Bad bieten IP-zertifizierte Leuchten Sicherheit.

Farbtemperaturen und Wirkung in verschiedenen Räumen

Farbtemperatur beeinflusst Stimmung direkt. Auf der Kelvin-Skala entspricht 2700K dem klassischen Warmton. 3000K liegt zwischen warm und neutral. 4000K ist neutralweiß, 5000K erscheint kühl.

Für Wohnräume empfiehlt sich 2700–3000K, weil diese Bereiche gemütlich wirken. Arbeitsbereiche und Küche profitieren von 3000–4000K für bessere Sicht, Arbeitszimmer von 4000–5000K zur Steigerung der Konzentration.

Schaltbare oder tunable-white Leuchten erlauben flexible Lichtkonzepte Wohnzimmer, mit integrierten Szenen für Tagesablauf und Nutzung.

Aktuelle Trends zeigen schlanke, minimalistische Leuchten und integrierte Module. Marken wie Osram, Philips Hue und Paulmann bieten smarte Lösungen an, die Design und Technik verbinden.

Technische Aspekte, die Käufer kennen sollten

Beim Kauf von LED-Leuchten geht es nicht nur um Design. Wichtige technische Details bestimmen Helligkeit, Farbwiedergabe und Bedienkomfort. Käufer sollten klare Angaben zu Lichtleistung, Schutzarten und Steuerungsoptionen prüfen, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Lumen statt Watt erklärt, wie hell eine Leuchte tatsächlich ist. Eine 60-Watt-Glühlampe entspricht etwa 800 lm, was ungefähr einer 8–10 W LED entspricht. Praktische Richtwerte helfen bei der Wahl: Wohnzimmer 100–300 lx, Küche und Arbeitsbereiche 300–750 lx, Flur 100–200 lx. Eine einfache Lumen Watt Umrechnung erspart Fehlinvestitionen und führt zu passender Helligkeit im Raum.

CRI Bedeutung beschreibt, wie gut Farben unter einer Lichtquelle wiedergegeben werden. Für Wohnräume empfiehlt sich ein CRI ≥ 80. Bereiche wie Küche oder Schminkplatz profitieren von CRI ≥ 90. Fortgeschrittene Modelle geben zusätzlich TM-30-Werte an, die die Farbwiedergabe noch präziser bewerten.

Dimmbarkeit ist ein praktisches Merkmal. Manche Lampen sind als dimmbare LED gekennzeichnet, andere nicht. Wer bestehende Dimmer nutzen will, prüft die Kompatibilität LED Dimmer und die Art des Dimmverfahrens. Phasenabschnitt, Phasenanschnitt und elektronische Vorschaltgeräte (EVG) verhalten sich unterschiedlich.

Smart Home Beleuchtung öffnet neue Steuerungsmöglichkeiten. Systeme wie Philips Hue und IKEA TRÅDFRI unterstützen Zigbee, während viele Leuchten WLAN oder Bluetooth bieten. Automationen, Szenen und Sprachsteuerung mit Amazon Alexa oder Google Assistant erleichtern den Alltag.

Sicherheits- und Qualitätsmerkmale ergänzen die Auswahl. CE-Kennzeichnung, RoHS, passende Schutzarten wie IP20 oder IP44 sowie Angaben zur Wärmeableitung beeinflussen Lebensdauer und Einsatzort. Auf das EU-Energielabel und Herstellerangaben zur Wärmeführung achten, damit Lichtleistung und Haltbarkeit stimmen.

Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden

Gutes Licht beeinflusst Stimmung, Konzentration und Schlaf. Moderne LED-Systeme tragen zur Lichtgesundheit bei, wenn sie richtig eingesetzt werden. Dieser Abschnitt erklärt praxisnah, worauf beim Kauf und bei der Planung zu achten ist.

Blendfreiheit und flimmernde Leuchten führen bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen und Augenbelastung. Wer auf flimmerfreie LED achtet, minimiert diese Risiken. Herstellerangaben, unabhängige Testberichte wie von Stiftung Warentest und das Vorhandensein hochwertiger LED-Treiber helfen bei der Auswahl.

Diffuses Design verringert Blendung. Deckenleuchten mit opalen Abdeckungen, indirekte LED-Streifen und korrekt platzierte Downlights schaffen angenehmes Licht ohne harte Schatten. Solche Maßnahmen unterstützen die Blendfreiheit in Wohn- und Arbeitsbereichen.

Die Farbtemperatur steuert innere Rhythmen. Blaues Licht hemmt die Melatoninproduktion und fördert Wachheit. Ein hoher Blauanteil LED eignet sich daher morgens und bei aktivem Arbeitslicht. Abends hingegen empfiehlt sich warmweißes Licht mit niedrigem Blauanteil LED.

Tunable-White-Systeme und circadianes Licht von Herstellern wie Signify/Philips erlauben die Anpassung über den Tag. Solche Systeme nutzen veränderliche Farbtemperaturen, um Schlaf- und Wachrhythmen zu unterstützen.

  • Arbeitslicht: Schreibtischlampen mit hoher Helligkeit und CRI ≥ 90.
  • Entspannung: Dimmbare Stehleuchten und indirekte Beleuchtung mit warmweißer Tönung.
  • Spezial: Blendfreie Downlights und verstellbare Leuchten für Bildschirmarbeitsplätze.

Empfohlene Produkte haben dimmbare Funktionen und geprüfte Treiber für eine flimmerfreie LED-Leistung. Bei sensiblen Nutzern, Kindern und älteren Menschen lohnt sich eine individuelle Lichtplanung durch Fachleute.

Studien belegen, dass gezielte Lichtsteuerung Produktivität und Wohlbefinden steigert. Käufer sollten auf Zertifikate zur Lichtgesundheit achten und bei Bedarf Beratung durch Lichtplaner oder Ergonomie-Experten suchen.

Kaufberatung: Worauf bei LED-Leuchten achten?

Wer eine durchdachte LED Kaufberatung sucht, findet hier kompakte Hinweise für den gezielten Einkauf. Kleine Prüfpunkte helfen, die richtige Wahl zu treffen. Auf diese Weise spart man Zeit und vermeidet Fehlkäufe.

Gute Qualitätsmerkmale zeigen sich an klaren technischen Daten. Ein robustes Gehäuse mit ausreichendem Kühlkörper und ein hochwertiger Treiber verlängern die Lebensdauer. Achten Sie auf Angaben zu Lumen, CRI und Kelvin, bevor eine Entscheidung fällt.

Qualitätsmerkmale und Zertifizierungen

Wichtige Labels wie CE, RoHS, ENEC und das GS-Zeichen geben Sicherheit bei elektrischen Produkten. Das Energieeffizienzlabel der EU zeigt, wie sparsam eine Leuchte ist. Verbraucher sollten LED Zertifizierungen prüfen, um Standards für Sicherheit und Effizienz zu bestätigen.

Auf Herstellerseiten finden sich oft detaillierte Messwerte. Ein hoher CRI schafft natürliche Farben, während Lumen die Helligkeit beschreibt. Gute LED Zertifizierungen belegen geprüfte Werte.

Lebensdauerangaben und Garantiebedingungen vergleichen

Lebensdauer wird häufig mit L70/B50 angegeben. Diese Kennzahl beschreibt die Stunden bis zu 70% Restlicht bei 50% der Leuchten. Solche Angaben sind hilfreicher als einfache Betriebsstundenangaben.

Käufer sollten Garantiebedingungen vergleichen. Eine transparente Garantie von 2–5 Jahren ist empfehlenswert. Informationen zu Garantie LED Leuchten, Gewährleistung und Rückgaberechten sind beim Kauf entscheidend.

Preis-Leistungs-Verhältnis und Herstellerempfehlungen

Beim Preis-Leistungs-Vergleich zählt nicht nur der Preis. Lumen pro Euro, CRI, Garantie und Serviceangebote sind wichtig. Ersatzteile und Verfügbarkeit von Leuchtmitteln beeinflussen die Wirtschaftlichkeit.

Für deutsche Haushalte bieten sich bewährte Hersteller an. Philips/Signify überzeugt mit Philips Hue für smarte Systeme. Osram liefert solide Technik. Paulmann bietet vielseitige Leuchten. IKEA (TRÅDFRI) ist für günstige smarte Optionen bekannt. Müller-Licht und LEDVANCE punkten mit preiswerten Lösungen. Diese besten LED Marken decken verschiedene Budgets ab.

Zur Orientierung sind Fachhandel, Elektrofachmarkt und etablierte Online-Händler vertrauenswürdige Anlaufstellen. Testberichte von Stiftung Warentest und unabhängigen Plattformen ergänzen die eigene Recherche.

Praxisbeispiele und Produktempfehlungen für deutsche Haushalte

Für das Wohnzimmer empfiehlt sich eine Kombination aus dimmbaren Deckenleuchten (3000K, CRI ≥ 90) und LED-Streifen hinter dem Fernseher als Akzentlicht. Diese Mischung sorgt für warmes Grundlicht und entspannte TV-Abende. Wer nach den besten LED Leuchten Wohnzimmer sucht, findet mit Philips Hue Starter-Kits eine smarte Lösung für Szenen und Sprachsteuerung, wie zahlreiche Philips Hue Erfahrungen zeigen.

In der Küche sind helle Downlights und Unterbau-LEDs mit circa 4000K ideal, um Arbeitsflächen klar auszuleuchten. LED Küchenlampen Empfehlungen tendieren zu robusten Modellen von Osram oder LEDVANCE, die in Tests wie dem Osram LED Test oft gute Ergebnisse bei Lichtausbeute und Lebensdauer erzielen. Für einfache Ersatzlösungen bieten Müller-Licht stabile Qualität zum kleinen Preis.

Für Arbeitszimmer und Leseecken sind Leuchten mit 4000–5000K und hoher Lux-Zahl empfehlenswert. Spezielle Schreibtischleuchten von BenQ oder Artemide liefern hohe Farbwiedergabe, während günstigere Alternativen von TaoTronics oder dem Philips-Sortiment solide Leistung bieten. Diese Kombinationen erfüllen verschiedene Prioritäten: Energie sparen, Komfort, Smart Home oder Design.

Beim Kauf sollten Verbraucher auf Sockelgröße (E27, GU10), Dimmer-Kompatibilität und Zertifizierungen achten. Bei fest verbauten Leuchten ist eine professionelle Installation ratsam. Für energiesparende Gesamtkonzepte lohnen sich Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren. Wer tiefer vergleichen will, findet hilfreiche Tests bei Stiftung Warentest und ökologischen Instituten; für LED Produktempfehlungen Deutschland bleiben Marken wie Philips, Osram, Paulmann und LEDVANCE verlässliche Ansprechpartner.

FAQ

Warum sind LED-Leuchten für Wohnräume sinnvoll?

LED-Leuchten sparen Energie, haben eine lange Lebensdauer und bieten vielfältige Designoptionen. Sie reduzieren Stromkosten und CO2‑Emissionen, sind für moderne Wohnambiente geeignet und amortisieren sich oft innerhalb von 1–3 Jahren bei häufigem Gebrauch.

Wie viel Energie lässt sich mit LEDs gegenüber Glühlampen sparen?

Beim Austausch einer 60‑W‑Glühlampe gegen eine 8–10 W LED sind Einsparungen von etwa 80–85 % typisch. In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt führt das zu mehreren hundert kWh weniger Verbrauch pro Jahr.

Welche Lebensdauer haben LED-Lampen im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln?

LEDs erreichen typischerweise 25.000–50.000 Betriebsstunden, deutlich mehr als Glühlampen (~1.000 h), Halogen (~2.000 h) oder Kompaktleuchtstofflampen (CFL, ~8.000–10.000 h). Dadurch sinken Austauschaufwand und Folgekosten.

Worauf sollte man beim Kauf technisch besonders achten?

Wichtige Kriterien sind Lumen (Helligkeit), Kelvin (Farbtemperatur), CRI (Farbwiedergabe), Dimmbarkeit und Kompatibilität mit Dimmern oder Smart‑Home‑Protokollen. Ergänzend sind CE/RoHS/ENEC‑Kennzeichnungen, IP‑Schutzarten und Angaben zur Lebensdauer relevant.

Warum ist Lumen wichtiger als Watt?

Watt gibt nur den Energieverbrauch an. Lumen messen die tatsächliche Lichtleistung. Beispiel: Eine 60‑W‑Glühlampe entspricht etwa 800 lm, was bei LED meist mit 8–10 W erreicht wird.

Was bedeuten Kelvin‑Angaben und welche Werte passen zu welchem Raum?

Kelvin beschreibt die Farbtemperatur: 2700 K wirkt warm und gemütlich, 3000 K neutral‑warm, 4000 K neutral und 5000 K kühl. Empfehlung: Wohnzimmer 2700–3000 K, Küche/Arbeitsflächen 3000–4000 K, Arbeitszimmer 4000–5000 K.

Wie wichtig ist der Farbwiedergabeindex (CRI)?

CRI gibt an, wie natürlich Farben wiedergegeben werden. Für Wohnräume sind CRI ≥ 80 empfehlenswert, in Küchen, Schminkbereichen oder Werkstätten sollte CRI ≥ 90 angestrebt werden.

Sind alle LED‑Leuchten dimmbar und smart steuerbar?

Nicht alle LEDs sind dimmbar. Beim Kauf auf die Angabe „dimmbar“ und die Kompatibilität mit vorhandenen Dimmern achten. Für Smart‑Funktionen auf Protokolle (Zigbee, WLAN, Bluetooth) und Systeme wie Philips Hue oder IKEA TRÅDFRI achten.

Können LED‑Leuchten flimmerfrei sein und warum ist das wichtig?

Hochwertige LEDs mit guten Treibern arbeiten flimmerfrei. Flimmern kann zu Kopfschmerzen und Augenbelastung führen. Prüfzeichen, Herstellerangaben und Testberichte (z. B. Stiftung Warentest) helfen bei der Auswahl.

Wie beeinflusst Licht die Schlaf‑ und Wachrhythmen?

Blauanteil beeinflusst die Melatoninproduktion. Abends daher warmweißes Licht mit geringem Blauanteil nutzen, morgens kühleres Licht für bessere Wachheit. Tunable‑White‑Systeme oder circadiane Lösungen bieten dynamische Anpassung.

Welche Einsparpotenziale und Amortisationszeiten sind realistisch?

Ersetzte Standard‑Glühlampen durch LEDs können die Beleuchtungskosten um bis zu 80 % senken. Bei viel genutzten Leuchten amortisieren sich Anschaffungskosten oft innerhalb 1–3 Jahren; genaue Werte hängen von Gebrauch und Strompreis ab.

Sind LEDs umweltfreundlicher als Energiesparlampen (CFL)?

LEDs haben typischerweise einen geringeren Energiebedarf und längere Lebensdauer. CFLs enthalten Quecksilber, was Entsorgung und Umweltbelastung komplizierter macht. LEDs haben jedoch elektronische Bauteile, die fachgerecht entsorgt werden sollten.

Welche Schutzarten (IP) sind bei Leuchten für Küche und Bad wichtig?

Für Feuchträume sind höhere IP‑Klassen sinnvoll. Beispiel: IP44 schützt gegen Spritzwasser und ist für viele Badezimmerzonen geeignet. Bei Einbauleuchten und Außenbereichen die jeweils passenden IP‑Werte prüfen.

Welche Marken sind empfehlenswert für deutsche Haushalte?

Verlässliche Marken sind Philips/Signify (z. B. Philips Hue), Osram/LEDVANCE, Paulmann, IKEA (TRÅDFRI) und Müller‑Licht für preiswerte Optionen. Für Design und Premiumleuchten eignen sich Hersteller wie Flos oder Artemide.

Wie findet man die richtige Helligkeit für verschiedene Räume?

Richtwerte in Lux helfen: Wohnzimmer 100–300 lx, Küche/Arbeitsfläche 300–750 lx, Flur 100–200 lx. Für praktische Planung Lumenwerte und Lichtverteilung der Leuchte beachten statt nur Watt.

Was bedeuten Angaben wie L70/B50 bei Lebensdauerangaben?

L70 bezeichnet die Betriebszeit bis zu 70 % der Anfangshelligkeit. B50 verweist darauf, dass 50 % der geprüften Leuchten diesen Wert erreicht haben. Solche Angaben geben realistischere Erwartungen zur Lichtalterung.

Welche praktischen Produkte eignen sich für Wohnzimmer, Küche und Arbeitszimmer?

Wohnzimmer: dimmbare Deckenleuchten 2700–3000 K mit CRI ≥ 90 plus LED‑Strips für Akzente. Küche: helle Downlights und Unterbauleuchten 3000–4000 K. Arbeitszimmer: Schreibtischlampen 4000–5000 K mit hoher Lux‑Leistung und CRI ≥ 90.

Wie wichtig ist Kühlkörper‑Design für die Lebensdauer von LEDs?

Gute Wärmeableitung ist essenziell. Leuchten mit ausreichendem Kühlkörper und hochwertigem Treiber erhalten längere Lebensdauer und stabile Lichtleistung. Bei billigen Modellen fehlt oft ein effektives Wärmemanagement.

Wo findet man vertrauenswürdige Tests und Kaufhilfen?

Unabhängige Testberichte von Stiftung Warentest, Öko‑Institute und Fachmagazinen liefern verlässliche Bewertungen. Elektrofachhandel, etablierte Onlinehändler und Herstellerseiten bieten technische Daten und Beratung.

Was ist bei der Entsorgung von LED‑Leuchten zu beachten?

LED‑Leuchten gehören nicht in den Hausmüll. Elektronische Bauteile sollten gemäß ElektroG über kommunale Sammelstellen oder Händler zurückgegeben werden. Energiesparlampen (CFL) erfordern besondere Entsorgung wegen Quecksilber.
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