Wie finanzieren Sie einen Immobilienkauf in Portugal aus der Schweiz?

Inhaltsangabe

Ein Kredit für den Immobilienkauf in Portugal funktioniert für Käuferinnen und Käufer aus der Schweiz oft anders, als man zunächst erwartet. Der Kaufpreis der gewünschten Wohnung oder Villa ist nur ein Teil der Planung. Entscheidend ist, wie viel Eigenkapital Sie einbringen müssen, welche Bank finanziert und welche Nebenkosten zusätzlich anfallen. Wer früh klärt, welche Finanzierungsstruktur zur eigenen Situation passt, kann gezielter suchen, sicherer verhandeln und böse Überraschungen vermeiden.

Warum die Finanzierung in Portugal besondere Aufmerksamkeit verdient

Viele Schweizer Interessenten gehen davon aus, dass eine Immobilie im Ausland ähnlich finanziert werden kann wie ein Eigenheim in der Schweiz. In der Praxis gelten jedoch andere Regeln. Portugiesische Banken beurteilen Käufer ohne Wohnsitz in Portugal vorsichtig. Für nicht ansässige Käufer finanzieren sie häufig nur etwa 60 bis 70 Prozent des niedrigeren Werts aus Kaufpreis oder offizieller Bewertung.

Das bedeutet: Wenn die Bank die Immobilie tiefer bewertet als den vereinbarten Kaufpreis, kann die Finanzierungssumme entsprechend sinken. Die Differenz muss der Käufer selbst tragen. Zusätzlich fallen beim Kauf weitere Kosten an, etwa Steuern, Notarkosten und weitere Abwicklungskosten. Diese Beträge sollten nicht aus dem letzten verfügbaren Kapital bezahlt werden, denn auch nach dem Kauf braucht es finanzielle Reserven.

Darum ist die Finanzierungsfrage mindestens so wichtig wie die Wahl der Lage, der Aussicht oder der Wohnfläche. Eine schöne Immobilie nützt wenig, wenn die Finanzierung kurz vor dem Kaufabschluss ins Wanken gerät.

Kredit für den Immobilienkauf in Portugal: Welche Modelle gibt es?

Für Käuferinnen und Käufer aus der Schweiz kommen grundsätzlich zwei Finanzierungsmodelle in Betracht. Welche Variante besser passt, hängt von Einkommen, Vermögen, Kaufpreis, gewünschter Flexibilität und der persönlichen Risikobereitschaft ab.

Modell 1: Schweizer Privatkredit kombiniert mit portugiesischer Hypothek

Bei diesem Modell wird ein Schweizer Privatkredit genutzt, um das notwendige Eigenkapital zu stärken. Der restliche Teil des Kaufpreises wird über eine portugiesische Hypothek finanziert. Diese Kombination kann sinnvoll sein, wenn die portugiesische Bank nur einen begrenzten Anteil des Kaufpreises finanziert, der Käufer aber nicht das gesamte zusätzliche Kapital liquide verfügbar hat.

Der Vorteil liegt in der Aufteilung: Ein Teil der Finanzierung kommt aus der Schweiz, ein weiterer Teil direkt aus Portugal. Gleichzeitig müssen beide Kredite tragbar sein. Deshalb ist eine genaue Prüfung der monatlichen Belastung wichtig. Neben Zinsen und Rückzahlung sollten auch laufende Kosten der Immobilie berücksichtigt werden.

Dieses Modell verlangt eine gute Koordination. Die portugiesische Bank benötigt Unterlagen, die Schweizer Finanzierung muss rechtzeitig bereitstehen, und der Kaufprozess folgt portugiesischen Abläufen. Wer hier ohne Planung startet, riskiert Verzögerungen.

Modell 2: Vollständige Finanzierung über einen Schweizer Privatkredit

Eine weitere Möglichkeit ist die vollständige Finanzierung über einen Schweizer Privatkredit. Dabei wird keine portugiesische Hypothek aufgenommen. Diese Lösung kann den Ablauf vereinfachen, weil keine ausländische Bankfinanzierung für die Immobilie erforderlich ist.

Auch hier gilt: Die Tragbarkeit muss sauber geprüft werden. Ein Privatkredit ist eine Verpflichtung, die zum Einkommen und zu den übrigen finanziellen Verpflichtungen passen muss. Der Vorteil kann darin liegen, dass die Finanzierung aus Schweizer Sicht zentral organisiert wird und der Käufer in Portugal mit klar verfügbaren Mitteln auftreten kann.

Ob diese Variante geeignet ist, hängt stark von der persönlichen Situation ab. Sie ersetzt keine sorgfältige Analyse, sondern macht sie noch wichtiger.

Eigenkapital, Bewertung und Nebenkosten richtig einplanen

Beim Kauf in Portugal ist das verfügbare Eigenkapital ein zentraler Punkt. Weil portugiesische Banken bei Nichtansässigen in der Regel nicht den gesamten Kaufpreis finanzieren, müssen Käufer ausreichend eigene Mittel oder ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten einplanen.

Besonders wichtig ist die Regel, dass die Bank meist vom niedrigeren Wert ausgeht: entweder vom Kaufpreis oder von der Bewertung. Liegt die Bewertung unter dem Kaufpreis, entsteht eine Finanzierungslücke. Diese kann grösser sein, als Käufer erwartet haben.

Zur realistischen Planung gehören unter anderem:

  • der Teil des Kaufpreises, den die portugiesische Bank voraussichtlich nicht finanziert
  • zusätzliche Kosten wie Steuern, Notar und weitere Kaufabwicklungskosten
  • mögliche Reserven für Renovationen, Einrichtung oder laufende Unterhaltskosten
  • Wechselwirkungen zwischen Schweizer Kredit und portugiesischer Hypothek
  • genügend Liquidität nach dem Kauf, nicht nur bis zum Kaufdatum

Wer nur den inserierten Preis betrachtet, plant zu knapp. Eine solide Finanzierung rechnet mit dem Gesamtbetrag, der bis zur Eigentumsübertragung benötigt wird. Dazu kommt die Frage, ob das eigene Einkommen langfristig ausreicht, um alle Verpflichtungen bequem zu tragen.

Welche Unterlagen und Schritte sind typischerweise wichtig?

Ein Immobilienkauf im Ausland umfasst mehrere Beteiligte. Neben Käufer und Verkäufer können Banken, Anwälte, Notare und Behörden involviert sein. Für Schweizer Käufer ist es daher hilfreich, den Ablauf früh zu strukturieren.

Ein erster Schritt ist die Analyse der Leihfähigkeit. Dabei wird geprüft, welche Finanzierungssumme realistisch ist und welche Variante in Frage kommt. Erst danach sollte die konkrete Immobiliensuche verbindlich werden. Wer zuerst kauft und später finanziert, setzt sich unnötig unter Druck.

Auch die Eröffnung eines portugiesischen Bankkontos kann Teil des Prozesses sein. Je nach Finanzierung und Kaufabwicklung wird ein Konto vor Ort benötigt. Zudem ist die Zusammenarbeit mit Fachpersonen in Portugal wichtig, insbesondere wenn rechtliche Dokumente, Kaufverträge oder Eigentumsfragen geprüft werden müssen.

Hilfreich ist eine Reihenfolge wie diese:

  • persönliche Finanzierungsanalyse durchführen
  • passende Kreditgeber vergleichen
  • Eigenkapitalbedarf und Nebenkosten berechnen
  • portugiesisches Bankkonto vorbereiten, falls erforderlich
  • rechtliche Begleitung und Kaufabwicklung koordinieren
  • Finanzierung und Zahlungstermine aufeinander abstimmen

Diese Struktur gibt Sicherheit. Sie verhindert, dass wichtige Fragen erst dann auftauchen, wenn bereits Fristen laufen.

Was beeinflusst die Gesamtkosten der Finanzierung?

Die Gesamtkosten hängen nicht nur vom Kaufpreis ab. Entscheidend ist die gesamte Finanzierungsstruktur. Ein günstiger Zinssatz allein bedeutet noch nicht automatisch die beste Lösung. Auch Laufzeit, Rückzahlungsmodalitäten, Nebenkosten, Wechselkurseffekte und die Kombination verschiedener Finanzierungen können eine Rolle spielen.

Bei einer portugiesischen Hypothek ist zudem die Bewertung der Immobilie entscheidend. Wenn die Bank weniger finanziert als erhofft, muss die Lücke anderweitig geschlossen werden. Ein Schweizer Privatkredit kann dann Teil der Lösung sein, erhöht aber ebenfalls die monatliche Belastung.

Für Käufer aus der Schweiz ist deshalb ein Vergleich verschiedener Kreditgeber sinnvoll. Nicht jede Lösung passt zu jedem Profil. Einkommen, bestehende Verpflichtungen, gewünschter Kaufpreis und verfügbare Mittel müssen gemeinsam betrachtet werden.

Auch die persönliche Nutzung der Immobilie ist relevant. Wird das Objekt als Ferienwohnung genutzt? Soll es später dauerhaft bewohnt werden? Ist es eine langfristige Investition für die Familie? Solche Fragen beeinflussen, wie konservativ oder flexibel die Finanzierung ausgestaltet werden sollte.

Warum gute Vorbereitung den Kauf erleichtert

Ein Immobilienkauf in Portugal kann sehr attraktiv sein, sollte aber nicht spontan finanziert werden. Gerade weil mehrere Länder, Banken und Abläufe beteiligt sind, zahlt sich Vorbereitung aus.

Wer seine Finanzierung kennt, kann in Portugal gezielter suchen. Verkäufer und Makler nehmen Kaufinteressenten ernster, wenn die Mittel plausibel geklärt sind. Auch die Zusammenarbeit mit Anwälten und Banken wird einfacher, wenn Unterlagen vollständig und Entscheidungen vorbereitet sind.

Gute Vorbereitung bedeutet auch, Grenzen zu kennen. Nicht jede Wunschimmobilie passt zur eigenen Finanzierung. Das ist keine Niederlage, sondern ein Schutz vor Überlastung. Eine tragfähige Finanzierung lässt Raum für Freude an der Immobilie, statt nur Druck durch monatliche Zahlungen zu erzeugen.

Gerade Schweizer Käufer profitieren von einer Begleitung, die beide Perspektiven versteht: die Finanzierungsmöglichkeiten in der Schweiz und die Anforderungen beim Kauf in Portugal. So entsteht ein klarer Plan vom ersten Budget bis zur Schlüsselübergabe.

Wie Lica Schweizer Käufer begleitet

Lica ist spezialisiert auf die Begleitung von Schweizer Käuferinnen und Käufern, die eine Immobilie in Portugal finanzieren möchten. Dabei stehen zwei Finanzierungsmodelle im Mittelpunkt: ein Schweizer Privatkredit für das Eigenkapital in Kombination mit einer portugiesischen Hypothek oder eine vollständige Finanzierung über einen Schweizer Privatkredit.

Lica vergleicht verfügbare Kreditgeber, analysiert die Leihfähigkeit und begleitet den gesamten Prozess. Dazu gehören die Finanzierungsanfrage, die Eröffnung eines portugiesischen Bankkontos sowie die Zusammenarbeit mit Anwälten und weiteren Beteiligten bis zum Kauf der Immobilie.

Der Vorteil liegt in der Gesamtbegleitung. Käufer haben einen zentralen Ansprechpartner und müssen die einzelnen Schritte nicht allein koordinieren. Das ist besonders wertvoll, wenn Fristen, Dokumente und Finanzierungszusagen aufeinander abgestimmt werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel finanziert eine portugiesische Bank bei Käufern aus der Schweiz?

Portugiesische Banken finanzieren nicht ansässige Käufer in der Praxis häufig nur etwa 60 bis 70 Prozent des niedrigeren Werts aus Kaufpreis oder Bewertung.

Brauche ich zusätzliches Eigenkapital für den Kauf in Portugal?

Ja, in der Regel benötigen Sie erhebliches Eigenkapital, weil die Bank nicht den gesamten Kaufpreis finanziert und zusätzlich Kaufnebenkosten anfallen.

Kann ein Schweizer Privatkredit beim Immobilienkauf in Portugal helfen?

Ja, ein Schweizer Privatkredit kann entweder das Eigenkapital ergänzen oder die gesamte Finanzierung ermöglichen, sofern die Tragbarkeit gegeben ist.

Warum ist die Bewertung der Immobilie so wichtig?

Die Bewertung ist wichtig, weil portugiesische Banken häufig den niedrigeren Wert aus Kaufpreis und Bewertung als Grundlage verwenden.

Sollte ich die Finanzierung vor der Immobiliensuche klären?

Ja, eine frühe Finanzierungsanalyse hilft Ihnen, realistische Kaufpreise zu erkennen und den Kaufprozess deutlich sicherer zu planen.

Nächster Schritt: Ihre Finanzierung für Portugal persönlich prüfen lassen

Möchten Sie eine Immobilie in Portugal kaufen und die passende Finanzierung finden? Lica begleitet Sie von der ersten Finanzierungsanalyse bis zur Schlüsselübergabe und hilft Ihnen, die optimale Finanzierungslösung für Ihre Situation zu wählen. Profitieren Sie von einer persönlichen Beratung und einer massgeschneiderten Finanzierung. Weitere Informationen finden Sie auf lica.ch.

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